STRATEGE UND BERATER

In seinen Führungstätigkeiten in der Industrie arbeitete Lalive d'Epinay mit verschiedenen Beratungsfirmen zusammen, meist mit enttäuschenden Resultaten. Kluge «Papierresultate» wurden kaum umgesetzt.

In einer besonders schwierigen Situation – Lalive d'Epinay hatte die Verantwortung für eine notorisch defizitäre Division übernommen – änderte er den Beratungsansatz: nicht der Berater, sondern seine eigenen verantwortlichen Mitarbeitenden sollten die Lösung erarbeiten, der Berater sollte lediglich die Methodik und das Vorgehen vorgeben. Er wählte einen neuartigen, auf die Fähigkeiten der Menschen basierten Strategieansatz: er würde einer Orientierungsläuferin nicht helfen, die Posten zu finden, sondern Karten lesen zu können.

Das Projekt wurde ein grosser Erfolg, die Division schrieb innert eines Jahres wieder schwarze Zahlen.

Mit diesen Ideen im Kopf baute er ab 1996 die Beratungsfirma hpo ag auf, in der er heute noch als Verwaltungsratspräsident und Experte tätig ist. Die ursprüngliche Methodik entwickelte er zu einer einzigartigen, durchgängigen Methodik weiter, die von der Erarbeitung der Strategie nahtlos zu einer entsprechenden Hochleistungsorganisation führt. Dank dem fähigkeitsbasierten Ansatz sind dabei auch in der heutigen Zeit rapiden Wandels langfristig tragfähige Lösungen möglich.

Das Thema «Nachhaltigkeit» beschäftigte Lalive d'Epinay seit jeher, und 1991 veröffentlichte er als verantwortliches Konzernleitungsmitglied einen ersten Nachhaltigkeitsbericht. Hochleistung und Nachhaltigkeit sind für Lalive d'Epinay zwei Seiten der gleiche Medaille.

 

Ein weiteres «Hobby» von Lalive d'Epinay ist das Thema «Diversität». Als Forscher und Entwicklungschef hatte er erlebt, wie diverse Teams kreativer und innovativer arbeiten. Auch hier ist eine strategisch positionierte Hochleistungsorganisation der Schlüssel: sie reduziert massiv interne Bürokratie, bietet die besten Voraussetzungen für die Entfaltung von Teams, für Teilzeit und flexible Arbeitsmodelle.

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